Bin echt gespannt, welche Fleischsorte (mittlerweile dürften wohl alle durch sein) als nächstes wieder mit Ungereimtheiten in den Handel gelangt.
Wir Verbraucher wollen es ja aber auch nicht anders.
Hauptsache billig. Und es wird immer irgendwelche skrupellosen Ferkelwämser geben, denen die Gesundheit oder das Leben anderer Menschen egal ist. Hauptsache der Gewinnmaximierung ist optimal.
Meine Devise, man muss Sachen erst mal probieren, um etwas darüber schreiben zu dürfen, hat sich mal wieder bestätigt.
Eigentlich habe ich die Fertigpackung (just add water and be happy) für Bio-Vollkorn-Bratlinge beim Discounter meines Vertrauens nur kauft, um nach Verzehr hier reinschreiben zu können, dass diese vegetarischen Fertigmischungen überhaupt nicht funktionieren und in einen guten Bratling (aka Frikadelle) unbedingt Fleisch gehört.
Ich hatte nie vor, meinem Essen das Essen böswillig wegzuessen. Alles Quatsch.
Nachdem ich das Gemisch in der Tüte nach Anweisung gewässert, quellen gelassen habe, zu Bratlingen geformt und nach Anweisung goldgelb knusprig gebraten, mit etwas Fleur de Sel und Pfeffer gewürzt und verzehrt habe, stelle ich fest, dass mir die Dinger ganz gut geschmeckt haben und sicher nicht das letzte Mal auf meinem Speiseplan gestanden haben.
Und es wird nicht nur am Salz und Pfeffer gelegen haben. Komisch, ich stelle fest, es muss nicht immer Fleisch sein.
Food Design. Diese Dokumentation zeigt (in drei Teilen), dass es viele Faktoren gibt, warum uns Produkte gut schmecken, sogar geliebt und immer wieder gekauft werden.
Es werden alle Sinne angesprochen, nicht nur der Geschmackssinn. Sehr interessant. Wenn man mal kritisch in sich reinhorcht, muss man zustimmen. Hachja, die Lebensmittelindustrie hat uns schon ganz gut im Griff.
Fleur de Sel ist purer Genuss. Streut man ein paar Körnchen dieser Köstlichkeit auf ein Tomatenbrot, sein Frühstücksei oder ein frisch gebratenes Stück Fleisch, hat man ein wirkliches aromatisches Geschmackserlebnis, das man durch die Verwendung von billigem Industriesalz nicht erreichen kann.
Leider ist Fleur de Sel hierzulande meist ein teurer Luxus, da es in kleinen Packungen zu Apothekerpreisen verkauft wird, mit Preisen von fünf Euro für 100 Gramm und mehr.
Das Salzprojekt macht den Genuss von Fleur de Sel bezahlbar.
Durch den Verzicht auf Werbung und Zwischenhändler, direkter Einkauf beim Salzbauern und den Versand in schlichten 1-Kg-Großpackungen kann das leckere Salz zur Zeit für 20 Euro pro Kilo vorbestellt werden.
Es ist eigentlich ein Skandal, was so in der Lebensmittelindustrie und in den großen Supermarktketten passiert. Die vorgestellten Zahlen machen mich traurig. Und die Vorstellung, dass das alles nur passiert, weil wir Verbraucher das so wollen, macht mich noch viel trauriger.
Heute läuft der Film “Taste The Waste” in unseren Kinos an. Er zeigt die ungeheuren Mengen von Lebensmitteln, die einfach weggeworfen werden, weil sie irgendwelchen schwachsinnigen Normen oder dummen EU-Vorschriften nicht entsprechen.
Und das bei den unvorstellbaren Hungersnöten in bestimmten Teilen auf unserer Erdkugel.
Wir sollten uns alle schämen. Wir, denen es (noch) viel zu gut geht.
Beim Betrachten von Gojee läuft einem recht schnell das Wasser im Mund zusammen. Die Fotos zu den Rezepten sind wirklich spitzenmäßige Foodfotografie. Echt lecker!
Gojee schlägt einem Rezepte vor. Die Rezeptvorschläge bei Gojee erhält man, indem man in das Suchfeld die Zutaten eingibt, die man gerade im Haus hat. Oder man gibt die Hauptzutat ein, auf die man gerade Lust hat. Anschließend bekommt man eine Einkaufsliste, den Link zum Rezept und immer ein tolles Foto.
Die Genussmolkerei Zott wirbt seit ein paar Tagen in den Werbepausen einschlägiger Pseudo-Kochdokus massiv für ihr Produkt Zottarela mit dem Merkmal “Zottarella ohne Gentechnik”. Toll.
Aber, was haben die denn vorher verkauft. Mozzarella aus Milch von Kühen, die gentechnich verändert waren oder die gentechnich verändertes Futter bekommen haben.
Mir war nicht bewusst, dass es Usus in Deutschland war, gentechnisch verändertes Futter zu verwenden. Schauder, ich darf echt nicht dran denken.
Gut, dass ich darauf achtete, nur Mozzarella aus Büffelmilch aus Italien zu verspeisen. Hoffentlich verfüttern die dort nicht auch so einen Gendreck.
Ach, ich will es gar nicht ganau wissen. Aber eigentlich doch. Wie ist es um die restlichen Produkte bestellt, die wir ach so günstig in den Regalen bekannter Supermärkte und Discounter finden. *grübel
Wir Verbraucher werden von der Lebensmittelindustrie letztendlich doch sowieso nur verarscht.
Also eigenlich nur diejenigen, die der ganzen Fastfoodketten und Bestellservices überdrüssig geworden sind.
EinTraum!11!Elf!11
Von nun an werden einem die wirklich komplizierten und kaum zu bewältigenden Zubereitungen in der Küche abgenommen. Es ist jetzt nur noch ein Fingerschnipsen!
Ab jetzt kann man ohne Unfälle in wenigen Minuten endlich was Eigenes und Warmes auf den Teller zaubern, ohne sich groß zu vorausgaben.