Online Shopping

Für mich ist Online-Shopping eine tolle Angelegenheit. Es ist bequem, ich kann dann einkaufen, wenn ich Zeit habe und die bestellten Produkte werden gemütlich an die Haus- oder Wohnungstür geliefert. Und die Preise von Artikeln aus dem Internet sind meist auch in Ordnung.

Zudem kann ich Sachen bestellen, die in meiner näheren Umgebung bei den örtlichen Händlern einfach nicht zu bekommen sind. Es hat auch seine Nachteile, wenn man in einer Stadt wohnt, die sich stellenweise wie ein Dorf anfühlt.

Was mir am Online-Shopping allerdings überhaupt nicht gefällt und ein wenig ärgert, ist die Entsorgung des Verpackungsmaterials. Was da manchmal zusammen kommt.

Einigen Versendern sollte man vielleicht mal mitteilen, dass es Kartons auch in unterschiedlichen Größen zu kaufen gibt. Man muss kein Einheitsmodell in der Größe des größten am Lager befindlichen Produktes für alle verkauften Artikel verwenden.

Selbst kleinste Artikel werden oft in riesige Kartons gesteckt und die Luft mit einem riesigen Berg zusammengeknüllten Papiers aufgefüllt, damit der Artikel beim Transport nicht so hin- und herschlackert und am Ende noch Schaden nimmt.

Mit 2 solcher Lieferungen kann man locker eine Altpapiertonne füllen.

Ich denke, mit einer optmierten Verpackungslogistik lassen sich leicht die Kosten senken, was sich eigentlich in niedrigeren Versandkosten niederschlagen müsste und somit zu noch zufriederen Kunden führt. Von dem positiven Effekt für unsere Umwelt, will ich jetzt gar nicht groß reden. Aber selbst für das noch so oft recycelte Verpackungsmaterial wurde irgendwann mal irgendwo ein Baum umgehauen.

 
4 Kommentare.
  1. nym
    03.05.2010 · #1

    An sich wahr, aber dennoch nur die halbe Wahrheit.

    Kein Versandhandel wird lediglich eine Einheitsgröße als Versand- und Verpackungskarton verwenden. Zwei- bis drei Gößenstufen machen Sinn, danach steigen die Kosten unverhältnismäßig an. Und die werden natürlich irgendwie auf den Käufer abgewälzt.

    Wenn jeder mittelgroße Versender beispielsweise 7-8 Kartongrößen verwenden würde, entstünden weitere Prozesskosten, die du in deiner Betrachtung völlig außer acht lässt:
    – Erhöhte Produktionskosten durch gestiegene Variantenvielfalt der Kartonage
    – Logistik des Verpackungsmaterials zum Händler
    – Lagerkosten (Fläche, Wärme, Licht etc.), sowohl beim Händler als auch zuvor beim Produzenten
    etc.

    Also nicht immer alles einseitig betrachten ;)

    Amazon geht allerdings in die richtige Richtung. Für das Bestellen von Medien gibt es die größenvariablen Sleeves und danach 2-3 Kartonstufen.
    Das Auffüllen durch Plastikluftpolster ist unterm Strich auch umweltfreundlicher, da diese beim Versender aufgeblasen und verschweißt werden können, was wiederum Logistikkosten senkt.
    Außerdem lassen sich die Luftpolster ohne Probleme recyclen.

    Amazons Projekt, oft gekaufte Waren in speziellen leichter recylcebaren Verpackungen zu vertreiben, war reine Grünmalerei.
    Erhöhter Aufwand und erhöhte Kosten haben jede zuvor geschönete Ökobilanz bzw. das aufpolierte Image ad absurdum getrieben.

    Liebe Grüße.

    PS: Die Übertreibung dass zwei Bestellungen eine ganze Altpapiertonne füllen würden, kann ich – da so fern ab von Gut und Böse – auch nicht mehr als autorischen Kunstgriff o.ä. gelten lassen.
    Und wer ein bisschen mitdenkt hebt Kartons (Platz sparend zerlegt) auf und nutzt diese im Bedarfsfall selbst nochmal.

  2. Nervig finde ich dabei vor allem, dass die Versender die am verschwenderischsten mit Verpackungsmaterial umgehen, oft auch die höchsten Versandkosten haben. Der doofe Kunde zahlt ja alles.

    Wir haben hier allerdings den Vorteil, dass Kartons hier immer begeisterte (vierbeinige) Abnehmer finden und dadurch das Verpackungsmaterial noch einen zusätzlichen Nutzen hat. Die kommen erst in die Tonne, wenn sie kaputtgespielt sind.

  3. @nym Danke für die weiteren Einblicke in das Versandhandwerk. So detailliert habe ich mich natürlich mit der Materie nicht beschäftigt, sondern nur versucht meine persönliche Sicht zu schildern.

    Btw.: Wir haben eine sehr kleine Altpapiertonne am Haus. ;-)

  4. @Andrea Weniger Verpackungsmaterial finde ich generell gut.

    Was machen denn bitte Hunde oder Katzen (oder sinds Hasen, oder was für Vierbeiner?) mit Kartons?


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