Moderne Technik

Ich glaube man trifft nirgendwo so viele ratlose Menschen, die nicht wissen was sie tun sollen, wie vor Leergutautomaten.

So ein Leergutautomat ist ja auch noch relativ neu und total kompliziert zu bedienen. Da muss man den Umgang erst mühsam und langwierig erlernen.

Einige Leute machen den Eindruck als würden sie nach jedem Einwurf einer Pfandflasche darauf warten, dass für ihre famose Meisterleistung eine Fanfare ertönt und Applaus vom Band gespielt wird.

Dann wird der Flasche sehnsüchtig hinterher geschaut und sich anschließend genauestens versichert, dass der Schacht auch wirklich leer ist, bevor das nächste Objekt vorsichtig in den Automaten geschoben werden kann. Mehrfach schauen erhöht die Sicherheit. Erst dann kann man guten Gewissens und frohen Mutes die nächste Flasche mühsam aus der Tüte kramen.

Ich schätze mal, der Kollege heute hat für seine 10 Flaschen 3 Minuten, gefühlt 10 Minuten gebraucht.

Und vor lauter Hektik (ich schwöre ich habe nicht gedrängelt) hat der Trottel dann auch noch seinen Pfandbon vergessen. Das übt er dann beim nächsten Mal.

Egal. 2,50 Euro haben oder nicht haben sind auch 5 Euro. Da hat sich die unnötige Warterei wenigstens ein bisschen gelohnt.

 
 
2 Kommentare.
  1. Um den armen Kerl zu verteidigen: Die meisten Pfandautomaten sind aber auch so eingestellt, dass man nach jeder Flasche applaudieren muss, wenn sie endlich angenommen wurde.
    Und wenn du ihn ohne Pfnadbon hast wegrennen sehen, hast du wenigstens so getan als würdest du ihm hinterherrufen. Das ist ja fast schon Fundunterschlagung. Erfreuen kann das doch nur, wenn der Trottel nicht zu sehen war.

  2. Ich konnte mich über die Geschwindigkeit der Automaten, die ich bisher benutzt habe nicht beschweren. Ich habe den Bon zu spät gesehen. Der Tüpp war schin weg.


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