Komisches Blütentreiben

Wenn man sich mal durch die Unterschichten Fernsehkanäle zappt, sieht man hin und wieder wirklich peinliche Sachen.

Auch die kulinarische Berichterstattung treibt mitunter komische Blüten.

Da rennt ein rundlicher Typ im Fernsehen rum, der auf der Suche nach dem größten Schnitzel, der längsten Bratwurst oder dem dicksten Hamburger und was weiß ich noch ist. Es geht gar nicht groß genug. Je größer das Schnitzel ist, desto mehr freut er sich.

Reihenweise werden Schnitzel jenseits der 1000g Grenze gezeigt. Nur aufgegessen werden diese Portionen natürlich nicht.

Wer soll solche Riesenportionen auch aufessen können? Und warum auch? Ich verstehe diesen Scheiß wirklich nicht. Warum müssen Portionen in diesen Mengen überhaupt hergestellt werden? Was sind das für Ballerbirnen, die sich sowas bestellen? Für mich sind das alles Kleinhirne. Das hat für mich nichts mehr mir Genuß und Ernährung zu tun. Ich verstehe es nicht. Einfach pervers.

Genauso wie diese Helden, die versuchen die weltweit schärfste Currywurst zu essen. Die Typen sitzen da, der Qualm kommt Ihnen schon aus den Ohren, der Schweiß läuft ihnen in Strömen über die Stirn, die Geschmacksnerven haben sich schon gleich zu Beginn verabschiedet und der Notarzt wartet zur Sicherheit vor der Tür.

Man sieht förmlich die körperlichen Schmerzen, die die Jungs ertragen. Aber nein, es muss ja wohl noch schärfer gehen. Es kann mir doch keiner sagen, daß das noch was mit Genuß zu tun hat.

Ich verstehe diesen Schwachsinn nicht.

 
2 Kommentare.
  1. Genau darüber rege ich mich auch schon seit einer Weile auf. Im Moment scheint jeden Tag irgendwas zu diesem Thema im TV zu kommen, vor knapp zwei Stunden war’s noch Burger-Wettessen. Ich finde es pervers und ekelhaft.
    Die Riesenschnitzel habe ich auch gesehen. Sinn und Zweck kann ich darin beim besten Willen nicht erkennen. Gerade beim Thema Fleisch finde ich eine gewisse Sensibilität wichtig, und die fehlt mir hier völlig.
    Auf diese Weise vermittelt man Kindern mit Sicherheit keinen Respekt vor der Kreatur, die für unser Mittagessen ihr Leben lassen musste. :o(

  2. also ich finde das “dickerchen” mit seinen megaportionen echt amüsant. sehr gut gefallen hat mir, wie er die republik nach dem grössten knödel durchsuchte. von dem er rein optisch dann sehr schlecht zu unterscheiden war …


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