Veröffentlicht am Freitag, 28. September 2007
Bei meinem morgendlichen Bemühungen pünktlich am Arbeitsplatz zu erscheinen, werde ich regelmäßig ausgebremst. Und zwar vom öffentlichen Personennahverkehr.
Da ich den ÖPNV leider nicht nutzen kann. Um meine An- und Abreise mit Buss und Bahn organisieren zu können, müsste ich für die 43 Kilometer lange Strecke ca. 3 Stunden pro Tag mehr einplanen. Man kann das Ruhrgebiet zwar relativ gut von Ost nach West (und umgekehrt) öffentlich bereisen. Verbindungen von Süd nach Nord (und umgekehrt) sind aber per Buss und Bahn etwas umständlich und nur mit großen Umwegen zu bewerkstelligen.
Und das leider oben ist auch eher relativ zu sehen. Angesicht der unterschiedlichen Fülle an Typen und Gerüchen, die dort anzutreffen sind, bin ich eigentlich ganz froh bequem im Sessel hinter meinem Lenkrad zu sitzen. Und ich meine auch mal an mir beobachtet zu haben, daß ich wahrscheinlich aufgrund der Vielfalt an Eindrücken für Nase und Augen dazu neige Pickel zu bekommen.
Ausgebremst werde ich vom ÖPNV auf eine ganz fiese Art, die die moderne Technik erst möglich macht.
Ich muss, um die letzten Meter vom Parkplatz zum Arbeitsplatz zu überbrücken, eine Fussgängerampel an einer großen Kreuzung überqueren. Unter anderen die Hauptverkehrsader des Kaffs, (wo ich arbeite und wo ich nicht tot über dem Zaun hängen möchte), an der alle Buslinien zusammenlaufen.
Busse haben wohl eine Vorrichtung an Bord, mit der sie Lichtzeichenanlagen, sprich Ampeln, fernsteuern können. Das heißt, die Herren oder Damen Busfahrer drücken einfach auf ein Knöpfen und haben dann grüne Welle. Der Verkehr in andere Richtungen liegt dann lahm.
Oftmals erwische ich morgens einen Zeitpunkt, an dem alle Buslinien diese eine Kreuzung passieren. Dann steht man sich wirklich 5 bis 6 Ampelphasen (gefühlt 15 Minuten) die Beine in den Bauch.
Da fange ich innerlich wirklich an zu kochen. Ich kann mir nicht vorstellen, das Busse besondere Rechte im Straßenverkehr per Definition genießen. Ich pranger das an.