Die Ravioli-Abmahnung – Interessante Notiz im Abmahnblog

So langsam beginne ich, die Dinge zu verstehen. Don Dahlmann hat folgende Zeilen veröffentlicht:

Bei einem sehr informellen Gespräch mit jemanden, der einen tieferen Einblick in die Geschäftspraktiken der Familie Knieper hatte, wurden diese Dinge angesprochen. Angeblich sind die Abmahnungen regelrecht industrialisiert. Die Familie Knieper soll damit nur wenig zu tun haben, da der Anwalt, der die Abmahnungen rausschickt, dies quasi auf Zuruf macht. Alle paar Monate werden Urheberrechtsverletzungen (die ja häufig tatsächlich nach geltendem Recht vorliegen) festgestellt, die dann in einem großen Schwung “abgearbeitet” werden. Angeblich geht die Zusammenarbeit soweit, dass sich die Familie Knieper und der Rechtsanwalt die Einnahmen teilen. Beweise für diese Vorgehensweise gibt es jedoch nicht.

[via Abmahnblog]

 
 
7 Kommentare.
  1. Pingback
    Trackback
    01.05.2007
  1. “Echte Beweise” wären in so einem Fall praktisch… meines Wissens nach sind “Massenabmahnungen” nicht zulässig und bei diesem Fall klingt es ein wenig dannach. Aber wenn die beteiligten Personen “vorsichtig” genug sind, wird wohl nachweislich nichts ohne weiteres aufkommen :-(

    (mit Disclaimer: rechtlich stichfeste Auskünfte kann natürlich nur eine fachkundige Person bieten).

    Wie auch immer: Die besten Wünsche für die Verarbeitung dieser ekelhaften Angelegenheit!

  2. Die Beträge scheinen größer zu werden, das “Geschäftsmodell” (wenigstens sieht es für mich so aus) scheint dasselbe zu sein.

    Und Augenmaß scheint nicht im Spiel zu sein: Ich wurde seinerzeit abgemahnt, obwohl ich die Quelle verlinkt und namentlich genannt hatte.

    Der Anwalt hatte mir seinerzeit (Dez. 2006) detailliert beschrieben, wie ich vorzugehen habe, um bei mir eingebundene Bilder von der Google-Suche auszuschließen. Die Knieper-Site hat dies allem Anschein nach bis heute jedoch nicht geschafft. Ihre Bilder sind nach wie vor im Google-Bilderindex zu finden. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt…

  3. Schau mal hier:

    Spiegel Artikel “STREIT UM BILDRECHTE – Ärger wegen Hugh und Bockwurst

    Liebe Grüße,

    Celia

  4. Ja, danke, hatte ich schon gesehen.

  5. Wenn das wirklich so wäre, dann wäre das meiner Meinung nach ein Grund dagegen vorzugehen. Nur: Leider ist das wohl mit eigenem finanziellen Risiko verbunden und ohne richtige Beweise ist das nicht wirklich möglich.

    Aber es ist ja sicherlich nicht schlecht, wenn im Internet dokumentiert wird, wieviele Abmahnungen es da gibt. Wobei sicherlich ganz viele Leute damit gar nicht erst an die Öffentlichkeit gehen.

  6. Carsten
    12.05.2007 · #7

    Wenn Klient und Anwalt bei Abmahnungen Halbe-Halbe machen, wäre das “ergaunertes” Geld und juristisch würde der Rechtsanwalt hinter “schwedischen Gardinen” sitzen (je nach Schadenshöhe, diese dürfte aber in Summe relativ hoch sein)

    Sagt mal, ist das immer der selbst Anwalt oder eine Kanzlei mit unterschiedlichen Anwälten?


Hinterlasse einen Kommentar.

Kommentar: