Geldmaschine Blogospähre

Es ist ein für mich neuer Weg aufgetaucht, wie man mit dem Internet und der Blogospähre mit wenig Mühe leicht an Geld kommen kann.

Wobei dieser Weg allerdings nur einer kleinen Berufsgruppe offensteht, die Abmahnungen schreiben darf und sich diese Leistung saftig bezahlen läßt.

Dieser Fall ist mir bis jetzt auch noch völlig unverständlich und ich kann das Ganze nicht richtig nachvollziehen. Passiert ist Folgendes.

Mario hat für einen seiner Blogs eine Funktionen bei Flickr genutzt, die nennt sich „Blog-this“. Dieser Button klebt in der Einzelansicht oberhalb der Bilder bei Flickr. Damit gibt meiner Meinung nach der Flickr-User zu erkennen, dass er nichts dagegen hat, wenn seine Bilder auf anderen Seiten weiterverbreitet werden.

In meinem Verständnis ist das genau eine der Funktionen, die die soziale Komponente von solchen Web 2.0-Angeboten ausmacht, wo der User letztendlich für die Inhalte sorgt. Wer das nicht möchte, dass seine Bilder weiterverbreitet werden, kann die „Blog-this“-Funktion auch in seinem Account abschalten.

Und genau für die Nutzung dieser Funktion bei zwei Flickr-Bildern hat Mario jetzt zwei Abmahnungen und Unterlassungserklärungen erhalten. Er soll das Zurschaustellen und Verbreiten dieser Bilder unterlassen.

Ich kriege das Ganze nicht in meinen Kopf. Irgendwo ist an einer Stelle der Wurm drin. Das kann doch alles nicht sein.

Wenn der Flickr-User nicht möchte, dass seine Bilder weiterverbreitet werden, warum hat er dann die „Blog-this“ Funktion aktiv gelassen. Und für den Fall, dass der ursprüngliche Flickr-User die Motive nicht hätte verbreiten dürfen, warum wird nicht nur er belangt.

Auf jeden Fall muss Mario jetzt erstmal eine saftige Summe an einen Rechtsanwalt bezahlen, der für seine aufopferungsvollen Bemühungen für die Gerechtigkeit natürlich entlohnt werden muss. Auch bei den Summen, die in Marios Beitrag Beitrag genannt werden, fehlt mir jedes Verständnis für die Relation.

Ich hoffe, die ganze Sache läßt sich irgendwann klären. Bis dahin sollten wir nach einem Weg suchen, wie jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten dem Mario irgendwie helfen kann. Für mich hat er nichts Falsches gemacht. Er hat das Angebot eines Internetsangebots genutzt und ist Opfer einer Methode geworden, die irgendwie nicht gut riecht.

Ich werde es auf jeden Fall tun.

Man müsste Rechtsanwalt sein, dann könnte man der ganzen Sache mal auf den Grund gehen und für Klärung in diesem Fall sorgen. Einen Rechtanwalt damit zu beautragen kann sich ja niemand leisten.

 
13 Kommentare.
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    03.10.2006
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    04.10.2008
  1. Du schreibst eigentlich genau das was ich auch denke. Gut zu sehen das man nicht der einzige ist, der das alles nicht wirklich versteht. Ich begann schon zu zweifeln.

  2. Ich hoffe, dass sich noch ein paar mehr empört zeigen und sich bei Dir melden.

    Kann ja wohl nicht sein, dass man in so einem Fall die allseits beliebte Konsumentenhaltung einnimmt und von der Tribüne aus zusieht.

  3. harter tobak… ja ja, auch diejenigen, die web 2.0 nicht so ganz verstehen, sollen sich eine goldene nase daran verdienen :D

    ich denke, im web-2.0-zuge muss das internetrecht nochmal neu überdacht und umgeschrieben werden! auch hier wird natürlich wieder sehr viel geld verdient! und dann steht 2015 web 3.0 vor der tür… ein teufelskreis… har! wie umständlich und gleichzeitig einfach war das leben doch noch in den 90igern!?

  4. Der Fall klingt so unglaublich, dass man fast meinen könnte das jemand nur darauf gewartet hat bis der „Blog this!“ Button verwendet wird.

    Es ist schlicht unglaublich!!

    Übrigens wäre es nicht schlecht, wenn viele Leute bei Yigg
    unter der folgenden URL mal eine Stimme abgeben:

    http://www.yigg.de/9996

  5. Es ist fraglich ob der „Blog this“-Button ausreicht um annehmen zu können die Inhalte dürften von einem Dritten verwendet werden. Es gibt da doch noch immer diese Rechtshinweise mit dem Thema -Creative Commons-, dort ist, so muss das wohl rechtlich gesehen werden, die Nutzung genau definiert. Der reine „Blog this“-Button hat wohlmöglich rechtlich keinerlei Bedeutung. Dies müsste jedoch in den AGB festgehalten sein, da es sich aber um ein US-amerikanisches Unternehmen bei flickr, bzw. yahoo handelt wird das auch nicht so leicht aufzulösen sein.

    Die Vermutung die hier geäußert wird könnte zutreffen, zumindest ist das Muster ziemlich ersichtlich, aber mit dieser Behauptung würde ich doch vorsichtig umgehen, weil beweisbar ist es wohl kaum.

  6. Im Beitrag 6000 Euro für ein paar Bildchen habe ich die Geschäftsidee vor ein paar Monaten auch schon beschrieben.

    Brigitte Zypries hat diesbezüglich angeregt, in missbräuchlichen Fällen mit den Mitteln des Berufsrechtes gegen die Anwälte vorzugehen.


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