Opeltest
So, der erste Meilenstein bei meinem Langzeit-Opeltest wurde erreicht. Unter größten Gefahren habe ich heute bei voller Fahrt im Stadtverkehr ein Beweisphoto geschossen.
250000 Kilometer. Früher gab es für diese Fahrleistung vom Hersteller eine goldene Uhr und ein Glückwunschschreiben des Vorstands. Oder so! Und heute? Nichts! Niente! Nada!
Ich bin aber mächtig stolz auf mich, daß ich mir damals den richtigen Wagen ausgesucht habe, der mich in den all den Jahren immer pünktlich von A nach B gebracht hat. Nie hatte ich größere Reparaturen. Mal abgesehen von drei neuen Steuerketten, einer neuen Zylinderkopfdichtung und einem neuen Auspuff nach 213486 Kilometern. Und neue Reifen.
Ansonsten kann ich nix sagen. Unterm Strich ist mein kleiner Astra ein wirtschaftliches Auto. Es regnet nicht rein und man sitzt wirklich bequem. Ein paar mehr Pferdchen könnten unter der Haube schlummern.
Vermissen tue ich aber eigentlich nichts wirklich. Dieser neumodische Firlefanz, der heute in den Autos eingebaut ist, geht doch nur kaputt und läßt sich nur mit viel Geld wieder herrichten. Die Preisgestaltung für Neuwagen erinnert mich sowieso eher an die Preislisten für zweisitzige Sportflugzeuge. Kein Wunder, bei dem was alles in die Auto eingebaut wird.
Wer braucht schon elektrische Fensterheber, Zentralverriegelungen? Oder Klimaanlagen? Ah ne, die hätte ich schon gerne. Ansonsten bin ich kein Autofetischist. Das Einzige, was wirklich fehlt, ist ein Getränkehalter.
Wenn ich immer genügend Flüssigkeiten unterschiedlicher Viskosität in den Kleinen reinschütte und der TÜV uns nächsten Monat nicht scheidet, werde ich noch eine Weile Freude an meinem Auto haben.
