Urlaubserinnerungen: Der Strohhut

Aufgrund der für nördlich der Alpen wohnenden Europäer doch etwas ungewohnten heißen Temperaturen und um mich dem drohenden Hitzeschlag zu entziehen, hatte ich mich entschlossen eine Kopfbedeckung zu anzuschaffen.

derhut.jpg

 

In Lazise gab es reichlich von diesen Geschäften, wo sich der gemeine Tourist mit Luftmatrazen, Wasserbällen und weiteren Köstlichkeiten (wie Flossen, Schnorchel, Beachballsets), die den Strandalltag der Kinder und vor allem der Eltern so bereichern, eindecken kann.

Der Preis von Euro 6,00 für die Kopfdeckung schien auch mehr als fair, dennoch stand unsere Beziehung unter keinem guten Stern. Der Strohhut erfüllte nur kurz seinen Zweck. Bereits nach 500 Metern begann sich aufgrund des herrschenden Windes das Hutband zu lösen. Wegen der tropischen Temperaturen habe ich aber den Rückweg zum Zwecke der Reklamation gescheut und es so hingenommen.

boot.jpg

 

Nach weiteren 500 Metern Bootstour landete der Hut im Gardasee. Ich selber war an keinerlei Rettungsaktion interessiert, da ich augrund der Äuflösungserscheinungen bereits jegliches Interesse an dem Teil verloren hatte. Ich wollte mich im nächsten Hafen nach etwas Haltbarerem umschauen. Die Euros hatte ich schon gedanklich verdaut.

Dennoch haben wir den Hut in einer halsbrecherischen Rettungsaktion noch mal aus dem Tümpel gezogen. Heute fristet er ein trostloses Dasein hinter dem Beifahrersitz meines Opel Astras.

 
0 Kommentare.


Hinterlasse einen Kommentar.

Kommentar: