Veröffentlicht am Dienstag, 25. April 2006
Für diesen schönen Sport Golf gibt es wirklich die unglaublichsten Gadgets. Jetzt gibt es den BallFinder SCOUT, ein Super-Video-High-Tech-Gerät, das (angeblich) Golfbälle im Gelände findet, wenn auch nur ein Prozent seiner Oberfläche sichtbar ist. Gut dafür muss man natürlich ungefähr wissen, wohin der Ball in Rough geflogen ist. Bälle, die im Wasser gelandet sind – und das machen sie meistens – findet das Gerät natürlich nicht. Und das alles für nur 263 Dollar. Wenn man mir so ein Gerät schickt, bin ich natürlich gerne bereit es zu testen.
Selbst in meinen Anfängerjahren, als ich mit diesem schönen Sport begonnen habe, hätte sich das Gerät nicht gerechnet. Und ich habe viele Bälle weggekloppt, verloren, im Wasser versenkt (“In the Drink”, wie die Amerikaner sagen). Ein paar Bälle habe ich auch verschenkt. Besonders die, die nicht ins Loch wollten.
Im ersten Jahr musste ich sogar den Griff an meiner Ballangel wechseln lassen, so schlecht hab ich gespielt. Die Onlineversender von ebay konnte gar nicht so schnell liefern, wie ich die Bälle verloren habe. Um es mal mit Jack Nicklaus zu sagen, ich war mehr im Wald, als die Eichhörnchen.
Also angenommen ich “verliere” im ersten Jahr 200 Bälle, im zweiten Jahr 150 und im dritten Jahr 100 Bälle, macht das zusammen 450 Bälle. Als Anfänger spielt man ja nicht diese 5 Euro Kugeln, die Profis spielen. Dann bräuchte man ja einen Zweitjob oder hat reich geheiratet. Obwohl, ich kenne Leute, die glauben sie spielen mit teuren Bällen besser und hauen diese auch ungerührt in den nächsten Teich.
Als Anfänger spielt man natürlich sogenannte Lakeballs. Das sind Bälle, die vorzugsweise schon mal in einem Teich in Florida gebadet wurden und nachdem sie ein Taucher wieder herausgeholt hat, nach Europa (sollen im letzten Jahr 20 Millionen Stück gewesen sein) importiert und hauptsächlich bei ebay verkauft werden. Je nach Qualität kann man solche Bälle für 25 bis 50 Eurocent ersteigern.
Somit betrugen meine geschätzten Kosten für Ballneuanschaffungen ca. max. 75 Euro pro Jahr. Da ich mal davon ausgehe, das das HighTech Gerät auch nicht alle Bälle findet, rechnet es sich für nicht. Sowas kauft man, wenn Einem nichts anderes mehr einfällt. Oder man läßt es sich schenken.
Heute kann ich mich mit den Bällen, die man bei Turnieren als Tee-Geschenk erhält oder bei den beliebten Mittwochs Herrennachmittagen-Birdiepools gewinnt, einigermaßen über Wasser halten. Man verliert ja auch nicht mehr soviel Bälle. Manchmal schaffe ich es, 18 Loch mit einem Ball zu spielen. Ich muss vielleicht noch 50 Stück pro Jahr dazukaufen.
[via Gizmodo]