Monatsarchiv für April 2006

Handicap? Wie bitte?

Ich laufe heute Bahn 4 hoch, da kommt von Bahn 3 ein Golfkamerad auf mich zugestürmt und fragt mich ob ihm seine aktuelle Vorgabe und die von X sagen könnte. Sie hätten sich für morgen zum Matchplay verabredet und müssten dafür die Vorgabe wissen, damit sie nach dem Spiel ihre Punkte ausrechnen können, um zu wissen, wer gewonnen hat.

Dazu muss man wissen, daß ich die Website unseres Golfclubs pflege. Also aktuelle Turnierergebnisse einstellen, Bilder hochladen, Vorgabenliste aktualisieren, bißchen am Layout rumschrauben, usw. Selbstverständlich ist es so gedacht, daß jeder mal kurz reinschaut, wenn er was wissen will. Ich habe natürlich nicht alle Vorgaben und Turnierergebnisse im Kopf. Ich stelle die nur ins Internet und lerne sie nicht auswendig!

Aber das trennen die Leute nur schwer. Das ist genauso wie einige glauben (besonders auf der Arbeit), das mit Absenden einer eMail, die darin geschriebenen Dinge vom Empfänger umgehend zu erledigen sind und mit Versand der eMail quasi erledigt sind. Ich liebe diese Telefonate, die spätestens 5 Minuten nach Eingang der eMail stattfinden. „Und, wie sieht es aus? Kann man schon was sehen?“ „Ich kann Dir sagen, wo Du was sehen kannst! Und zwar dort, wo der Mond nicht reinscheint!“ (möchte man dann manchmal antworten).

Aber zurück zum Kameraden. Ist ja schon ein Unding, daß man seine Vorgabe nicht im Kopf hat.
Ich sage also zu Ihm: Tut mir leid, ich habe nicht alle Vorgaben im Kopf, aber Du kannst nach Deinem Spiel in den Clubraum gehen, da hängt auch eine Liste.
Er: Ne, zum Clubraum ist es mir zu weit! Ich muss nachher schnell weg! Wieso weisst Du denn die Vorgaben nicht. Du schreibst die doch immer ins Internet.
Ich: Hi. hi, ich schreib die doch nicht ins Internet. Ich kopiere die hoch! Ich lese die Liste noch nicht einmal durch. hast Du ne Ahnung, wie viel Zahlen ich mir das merken müsste und das jede Woche aufs neue. Mir reichts, wenn ich meine Vorgabe weiss. Aber wenn du nicht zum Clubraum willst, dann schau halt nachher in Internet.
Er: Internet? Das pack ich nicht an. Von Computern habe ich keine Ahnung. Nachher mache ich noch das Internet kaputt. Wie soll ich jetzt an meine Vorgabe kommen?
Ich dachte schulterzuckend, da hast Du ja noch ein Handicap (eigentlich drei: dumm, faul und altmodisch). Ideen haben die Leute! Irgendwie unverschämt. Der denkt doch bestimmt jetzt, daß ich zu faul bin, mir so ein paar Zahlen zu merken. Was ich Menschen aber auch zumute.

Und später denke ich:
Eigentlich ganz interessant! Kann man das Internet kaputt machen? Und wenn ja, wie? Obwohl einige ja bereits daran arbeiten. Ich meine diese miesen Spammer. Die machen zwar noch nicht das Internet kaputt, aber zumindest ein bißchen meinen Spaß daran.

Sag es mit flickr

kw1.jpg

 

Das schöne Tool, um mit Bildern umzugehen. „spell with flickr“ sucht bei flickr (in den Gruppen One Letter und One Digit – Ja! Es gibt tatsächlich Leute, die Buchstaben und Zahlen fotografieren!) und buchstabiert den Text, den man eingegeben hat.

Einzelne Buchstaben können noch ausgetauscht werden und man kann die Größe der einzelnen Bilder wählen (square oder regular)

Mmmhhh! Wem schreib ich denn mal einen Brief?

[via Generator Blog]

GolfPunk

golfpunk.gifDieser Tage ist die erste deutsche Ausgabe des neuen Golfmagazins GOLFPUNK erschienen. Hier noch der Link zur englischen Website. Ein deutsches Internetangebot gibt es noch nicht.

Habe ich mich natürlich sofort drauf gestürzt. Ein neues Mitglied am deutschen Golfmagazin-Himmel, das sich wohltuend von den bisherigen Magazinen abhebt. Die sonstigen Magazine (PLOCK ist die Ausnahme), die hierzulande am Kiosk zu erstehen sind, beschäftigen sich entweder mit DGV Hofberichterstattung, werden einem als übersetzte Ausgabe eines amerikanischen Golfmagazins verkauft oder sind mit Product Placement vollgestopf.

Im Editorial wird auch gleich erklärt, wer oder was ein Golfpunk ist. Nämlich: „Ein Golfpunk ist jemand, der das Spiel liebt, mit und vor allem auch wegen seiner Tradition, seinen Regeln und Regelungen. Ein Golfpunk lebt Golf und bringt die Botschaft „Golf macht Spaß“ unters Volk„. Ja, dann bin ich ein Golfpunk!

Lassen die Themen wie News, Turnierberichten, Schlägertipps, Reiseberichte, usw. noch auf ein normales Golfmagazin schließen, wird spätestens beim Blättern und Lesen klar, das hier ist etwas anderes. Mit frechen Bildern und frischen Texten soll ein Zielgruppe angesprochen werden, die mit dem verstaubten Image des Golfsports nichts gemein hat. Man wird gut unterhalten und es darf gelacht werden.

Hier zwei Beispiele, wie so trockene Themen wie Regelkunde und Training präsentiert werden.

bunkerbabe2.jpgDie Bunker Babes, das GolfPunk Kompetenzzentrum für Fragen zu den Golfregeln und Etikette.

golfnurse1.jpgDie Golfnurse übernimmt als Golf-Notfallschwester die erste Hilfe und präsentiert Tipps für ein besseres Golfspiel.

Einen Fan hat das Magazin bereits. Mich!

Kokosgarnelen mit Aprikosen-Chili-Sauce

Meeresfrüchte mag ich sehr. Hier mal ein Gericht in einer fruchtig-exotischen Variante. Etwas aufwendiger in der Zubereitung, aber dafür umso leckerer.

Zutaten: 700 gr. große Garnelen, 2 EL Hoisin-Sauce, 50 ml frischer Limettensaft, 1 TL frischer Ingwer, gerieben, 175 g Mehl, 1/2 TL Salz, 2 Eier, 1 EL Pflanzenöl, 250 ml abgestandenes Bier, ca. 50 g Mehl zum Wenden, 115 g getrocknete Kokosnuß, Öl zum Fritieren

Sauce: 175 g Aprikosenmarmelade (nach Bedarf auch mehr), 30 ml Hoisin-Sauce, 30 ml Apfelessig , 1 TL rote Paprikaflocken (bspw. Pulbiber)

Zubereitung: Die Garnelen von Schale und dunklem Faden auf der Rückseite befreien, Schwänze intakt lassen. Garnelen der Länge nach halbieren und aufklappen wie einen Schmetterling. In einer kleinen Schüssel Hoisin-Sauce,Limonensaft und Ingwer mischen.

Garnelen in eine Glas- oder Porzellanschüssel oder in einen Gefrierbeutel geben und mit der Marinade überziehen. Bedecken und mindestens 2 Stunden kalt stellen, dabei ein- oder zweimal umrühren. Der Teig schmeckt ebenfalls besser, wenn er im voraus bereitet wird. Mehl und Salz mischen.

Den Rest des Rezeptes lesen ▼

Gazpacho

Besonders an den wärmeren Tagen ist diese spanische Suppe eine leckere Erfrischung. Schnell gemacht und auch für ein Picknick geeignet.

Zutaten
: 1 l Tomatensaft, Saft von 1 Zitrone, 4 EL Olivenöl, 1 TL Knoblauchzehe, 1 TL Basilikumpürree, 3 Fleischtomaten, 1 kl Salatgurke, 1 grüne Paprikaschote, 50 g Schalotten, gewürfelt, 4 Scheiben Weißbrot, 50 g Butter, 3 EL Petersilie, feingehackt, Zucker, Salz und Pfeffer

Zubereitung: Tomatensaft, Zitronensaft, Öl, Knoblauch, und Basilikumpüree im Mixer aufschlagen, mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und für 1-2 Stunden kaltstellen.

Kurz vor dem Servieren die Tomaten waschen und vierteln, Kerne ausdrücken und das Fruchtfleisch würfeln. Danach die Gurken schälen der Länge nach halbieren, entkernen und in Würfel schneiden. Die Paprikaschote waschen, entkernen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden.

Sämtliche Gemüse mit Salz bestreuen und einige Minuten stehen lassen. Inzwischen das Brot würfeln und in Butter goldbraun braten. Gemüse, Schalotten und Weibrotwürfel in die Suppe geben. Mit gehackter Petersilie bestreuen und in Tellern oder Tassen servieren.

Kochen bei Kerner

kim.jpgSendung vom 28.04.2006: In letzter Zeit sehe ich die Sendung nicht so regelmäßig, was zum Teil an den Besetzungen der Köche und Köchinnen liegt. Am letzten Freitag wehte aber irgendwie ein frischerer Wind im Studio. Ich finde es immer etwas unentspannt, wenn Sarah Wiener im Studio ist, besonders wenn noch eine andere Köchin anwesend ist. Zickenkrieg wäre sicherlich zuviel gesagt.

Diesmal war der weibliche Part mit Sohyi Kim und Cornelia Poletto aber glänzend besetzt. Besonders Soyhi Kim, geborene Koreanerin, die in Wien lebt und arbeitet, fand ich sehr belebend.

Die Rezepte zur Sendung, die übrigens in der Nacht von Dienstag, 02.05.2006 auf Mittwoch, 03.05.2006 von 02.35 – 03.35 Uhr wiederholt wird, findet Ihr hier…

Himbeermousse

Himbeeren sind meine Lieblingsfrüchte. Die Mousse ist ein besonders luftiges Erlebnis. Ein Rezept wie ich es mag. Schnell zu machen und lecker!

Zutaten: 500 g frische Himbeeren, Zucker nach Geschmack, 1 Becher Schlagsahne, 1 Schuß Himbeergeist , 5 Eiweiss

Zubereitung: Die frischen Himbeeren mit dem Stabmixer pürieren und durch ein feines Sieb streichen, mit dem Zucker süßen und einem guten Schuß Himbeergeist abschmecken.

Eiweiss und Sahne in 2 getrennten Schüsseln mit etwas Zucker steifschlagen.

Das Fruchtmus, Eischnee und Schlagsahne vorsichtig vermischen und bis zum Servieren kaltstellen.

Matchplay

Muss jetzt los! Heute ist die erste Runde im Matchplay-Jahresturnier. Mein Gegner hat 17 Schläge vor! Das ist ein Unterschied von 3 Handicap-Klassen! Toll! Wer hat das denn ausgelost? Wie soll ich denn da gewinnen? Da muss ich schon einen guten Tag erwischen! Zudem habe ich noch ne Verspannung in der rechten Schulter und irgendwie überhaupt keine Lust auf Golf heute! Das hatte ich noch nie. Und Regen ist auch noch vorhergesagt!

Update: Es war alles garnicht so schlimm. Was mich noch genervt hatte. Wir haben Matchplay nach Stableford gespielt. Ich bevorzuge im Matchplay das Lochwettspiel.

Am ersten Abschlag hatte ich plötzlich wieder Lust zu spielen. Zwar tat meine Schulter immer noch weh, aber dadurch war ich gezwungen etwas ruhiger zu schwingen, was meinem Spiel normalerweise förderlich ist. Wie gesagt, mit Kraft fliegen die Kugeln auch nicht weiter. Im Gegenteil. Aber irgendwie vergesse ich das manchmal.

Zu Beginn des Spiels setzte dann auch der versprochene Regen ein, stellte sich aber nur als Schauer heraus. Nach drei Loch war der Spuk mit dem Wasser von oben vorbei. Es gilt ja sowieso: „It never rains on a golf course„.

Was soll ich lange drumherum reden. Ich habe ganz ordentlich gespielt und gewonnen: 38 Nettopunkte, mehr kann man nicht verlangen. Trotz der Gefahren durch die Vogelgrippe habe ich heute drei Birdies gespielt. Im Lochwettspiel hätte ich 10 und 8 gewonnen. Mein Gegner hatte leider (schlecht für Ihn, gut für mich) auch wirklich einen schlechten Tag erwischt. Zu viele Schneemänner auf der Scorekarte. Ich habe noch nie so viele Benzinger auf einer Runde gesehen.

Für die, die es nicht wissen:
Schneemann sagt man, wenn man sich eine 8 (meist Doppel-Par) auf die Scorekarte schreiben muss.
Benzinger nennt man den Schlag, wenn man, ohne den Ball richtig zu treffen, ein Schnitzel (Divot) aus dem Rasen schlägt, von dem eine vierköpfige Familie locker satt wird! Der Ball fliegt meist nur 5 bis 10 Meter weit.

Fußball WM 1994

Nennt mich Dangerfreak! Man ist ja manchmal leichtsinnig!

Nachdem WM Finale 1994 in den USA zwischen Brasilien und Italien (wir erinnern uns: Brasilien gewinnt 3:2 nach Elfmeterschießen) sind wir in unserem jugendlichen Leichsinn in einen der zahlreichen italienischen Pizzaläden, wo es die Dinger zu Mitnehmen gibt, gegangen und wollten nach dem schönen Spiel ein Stück Pizza essen.

Bestellt haben wir PIZZA BRASILIA. Ui, das war keine gute Idee.

Rückblickend muss ich sagen, in dem Moment haben wir unheimliches Schwein gehabt, daß das nicht so beinharte Tifosi waren, die uns (nicht) bedient haben. Die hatten Humor und haben uns nur nach allen Regeln der Kunst mit nicht endenden Worttiraden aus dem Laden geschmießen. Auch die Gesten waren schön. Der Italiener erzählt ja gerne mit Händen und Füßen. Ein paar der Schimpfwörter hatte ich sogar schon mal gehört. Kinder, nicht nachmachen!

Fußball WM 2006

Wie SpiegelOnline -und natürlich auch andere- berichtet, dürfen dank Ferrero, die diese Leckereien für die Kleinen herstellen und vertreiben und der Kulturwerbung Nord GmbH (kenne ich nicht) nun alle Unternehmen mir dem Begriff „Fußball WM 2006“ werben. Wegen eines „absoluten Freihaltebedürfnis“ für den Begriff? Lest selber nach!

Ja, vielen Dank auch Ferrero und Co.!

Nachdem man sich ja bislang noch gezielt vor solchen und solchen Geschmacklosigkeiten schützen und ein bißchen darüber witzeln konnte, sind wir als Verbraucher doch nun während der letzte Tage bis zum Fußballfestival im eigenen Land für alle Firmen, die meinen jetzt noch schnell die Werbetrommel anschmeißen zu müssen, zum Abschuß freigegeben. Bin mal gespannt, welche Skurillitäten mir bis zur „Fußball WM 2006“ über den Weg laufen. Ich muss mir unbedingt ne Kamera kaufen, um es für mich festzuhalten!

Glauben die eigentlich, der Verbraucher fährt auf solche Werbung ab. Ich zumindest nicht.


Küche und Ernährung
Küche
 
Dienstag, 10.01.2012 · 3 Kommentare

Ergänzung

Für alle meine Rezepte, in denen Geflügel verwendet wird, muss ich aktuell wohl eine kleine, aber nicht unwichtige Ergänzung ...
Den Rest lesen...
Samstag, 15.10.2011 · 1 Kommentar
Sonntag, 18.09.2011 · 1 Kommentar
Donnerstag, 08.09.2011 · 1 Kommentar